03.08.2018

03.08.2018

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Heute möchten wir davon berichten was Kirches-Ban.de mit einem super tollen Team in der letzten Juli-Woche getrieben hat:  Wir haben einen weiteren Kunst-Film zu den Schwierigkeiten von Integration gedreht, in wundervollen Kulissen in Billom in der Auvergne. Billom war im Mittelalter eine der bedeutendsten Universitätsstädte Frankreichs;  heute hat es nur noch 4500 Einwohner und verweigert sich konsequent dem Massentourismus, weshalb der mittelalterlische Stadtkern weitesttgehend noch nicht von Geschäften und deren Reklametafeln verschandelt ist.

In diesem stattlichen Haus, dessen Parterre und auch der Gewölbekeller im Mittelalter erbaut wurde, residierten wir eine Woche lang auf Einladung des Musikers Serge Pantel und seiner Lebensgefährtin der Malerin Armelle Fox.

Hier im Innern des Hauses erarbeiteten wir gemeinsam Strukturen und Details, die nach einer Vielzahl von Vorbereitungen schließlich an den beiden letzten Tagen gedreht wurden, teilweise übrigens bei atemberaubenden über 40 Grad im Schatten.

Hier eines der mittelalterlichen Stadttore von Billom, Drehort für den ersten Teil unseres Films, der 1518 spielt. Den letzten – aber vielleicht wichtigsten – Teil des Films, der 2518 spielt, drehten wir im Gewölbekeller unseres Domizils (siehe oberes Foto) , in das sich einige Menschen nach einem ungeheuren Ereignis zurückgezogen haben.  Die dazwischen liegende Gegenwart spielte vor einem kuriosen Tee-Laden.

Anschauen kann man den fertigen Film natürlich erst in einigen Monaten, da er erst mal geschnitten werden muss, wobei auch die Vertonung eine Menge Arbeit machen wird, da wir natürlich versuchen, jedes neumodische Geräusch von Autos und Maschinen aller Art aus dem Mittelalter zu verbannen.

Entspannung von der Film-Arbeit gab es natürlich auch manchmal. Übrigens dirigiere ich hier keinen Chor, sondern schimpfe, dass die obere Reihe die tollen Berge und Burgen im Hintergrund verdeckt. Unten von links nach rechts: Oliver Engels (Schalmei , Aktion, Gesang), Armelle Fox (Gastgeberin), Eymelt Sehmer (Kamera, Aktion, Gesang), Olafur Örn Arnarson (Tontechnik, Aktion, Gesang). Oben von links nach rechts: Mechtild Böhmer (Aktion, Organisation), Lea Henke (Aktion, Assistenz), Selina Koch (Tanz, Gesang)

 

den nächsten Beitrag werden wir wohl erst nach Ende der Sommerferien veröffentlichen, also am Freitag dem 31.08.

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende und einen wunderschönen Monat August zu wünschen

kreative Grüße,   und  bis zum letzten Freitag im August

Kirches-Ban.de

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03.08.20182018-11-30T20:57:26+02:00

13.07.2018

13.07.2018

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

jetzt in der Ferienzeit Juli/August werden wir ausnahmsweise nur jede 3. Woche einen Blog-Beitrag veröffentlichen. Wir bitten um Verständnis.  Und wir hoffen, dass diejenigen, die in Urlaub sind, vielleicht noch im Nachhinein nochmal zurückrollen, z.B. zum heutigen Beitrag, der aus unserer Sicht ein sehr Wichtiger ist.

Heute möchten wir den Schwerpunkt auf ein ganz besonderes Dokument einer Obstallation von Kirches-Ban.de in den 90er Jahren legen. 1995 waren wir zur Kunst-Biennale Prag eingeladen. Vor und in der Synagoge Na Palmovce durften wir eine Obstallation präsentieren, was nur deshalb möglich war, weil die Nazis  die Juden dermaßen dezimiert hatten, dass die Synagoge Na Palmovce seither nicht mehr als Gotteshaus gebraucht wurde und die Jüdische Gemeinde sich schließlich entschloß, den Ort für Kunst-Aktivitäten frei zu geben.

Wir waren uns 1995 von vornherein der enormen Verantwortung bewußt, an diesem Ort eine Auseinandersetzung mit der vielleicht dunkelsten Phase deutscher Geschichte zu wagen. Bei der monatelangen akribischen Vorbereitung stieß ich auf dem Jüdischen Friedhof Prag auf das Schicksal eines von den Nazis ermordeten Juden mit Namen Bardos. Um den Bogen zu spannen vom Einzelschicksal bis zur unfassbaren Gesamt-Barbarei entschied ich mich schließlich für den Titel: Babylon Bardos Ba.

Am Tag der Obstallation kam es schon nach wenigen Minuten zu einem dramatischen Zwischenfall.  Da wir vor der Synagoge begannen mit Feuer zu arbeiten, brausten Polizeiautos heran um unseren vermeintlichen Angriff auf die Synagoge zu verhindern. Leider filmte unser in dieser Situation total entnervter Profi-Kameraman weder den Polizei-Einsatz noch danach den wichtigen Teil, in dem vor dem Eingang zur Synagoge das Wort „tot“ 2 Meter hoch aus brenneden Baumteilen zu sehen war.

Wegen des Fehlens dieses wichtigen ersten Teils der Dokumentation wurde dann dieser Film nie geschnitten,     …….    bis ich vor kurzem nach mehr als 20 Jahren des verzweifelten Haderns endlich entschied, den Film auch ohne den ersten Teil fertig zu stellen. Hier ist nun der vor kurzem von Eymelt Sehmer geschnittene Film:

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Nach der Obstallation „Babylon Bardos Ba“ klopften mir  Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Prag anerkennend auf die Schulter und bedankten sich für diese Kunst-Aktion. Erst in diesem Moment fiel endlich die Last von mir ab, ob ich denn überhaupt in der Lage sei, mit dieser riesigen Bürde der deutschen Vergangenheit annähernd angemessen umgehen zu können.

 

In der kommenden Woche wird es ausnahmsweise mal keinen Beitrag geben, doch danach werden wir dann über den Dreh unseres neuen Kunst-Films in der Auvergne berichten, einem Film, der sich wieder den Schwierigkeiten von Integration widmet.

Und noch ein Hinweis: Die aktuelle Ausstellung der neuen Skulpturen von Kirches-Ban.de läuft noch bis zum 22.07.2018. Schaut also vielleicht nächsten Sonntag noch auf nen Kaffee rein.

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende und eine gute darauf folgende Woche zu wünschen

kreative Grüße,   und  bis übernächsten Freitag

Kirches-Ban.de

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13.07.20182018-11-30T20:58:18+02:00

06.07.2018

06.07.2018

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

vorige Woche hatte ich versprochen, die Arbeit im Workshop „Erdskulptur“ nochmal in der Endphase zu zeigen. Hier also der Stand der Dinge am vergangenen Sonntagnachmittag, einige Stunden vor Ende des Workshops. Trotz der enormen Hitze an allen 3 Tagen hatten alle Teilnehmer äußerst konzentiert gearbeitet, was sich in hervorragenden Ergebnissen niederschlug. Ein großes Lob und Dankeschön auch an dieser Stelle nochmal an unser Modell, das 3 Tage lang die sich steigernden Schmerzen in der Schulter tapfer wegsteckte.

natürlich durfte zwischendurch auch mal ein kleiner Sherry nicht fehlen:     aber dann wurde wieder hochkonzentriert weiter gearbeitet

Die nächsten Workshops „Erdskulptur“ gibt es dann wieder im Januar 2019 im Kunstraum Ba Cologne. Bei Interesse bitte rechtzeitig anmelden.

 

Was ganz anderes:  Letzte Woche hatte die aufstrebende junge Foto-Künstlerin Eymelt Sehmer, die in Berlin lebt und arbeitet,  einige wundervolle Beispiele ihrer neuen Arbeiten vorbeigebracht. Sie inszeniert dabei in ihrem Atelier sehr aufwändig in Szene gesetzte Situationen, in denen sie aus Gemälden alter Meister der Malerei zitiert. Die davon entstandenen analogen Fotos wirken nun ihrerseits wie edle Gemälde, nur dass man sie (noch) mit viel kleinerem Geld erwerben kann.

Hier hängen Lea und Winni unter anderem gerade das wunderschöne Werk „Odalisque?“  und ergänzen damit die permanente kleine Eymelt Sehmer – Ausstellung in unserem Flur.

Da heute ein Vorbereitungstreffen für unser Film-Projekt in Billom/Auvergne stattfand, gab er sofort nach der Hängung bereits erste positive Reaktionen, hier von Oliver Engels, der in Billom wieder mit Shalmei und anderen Blasinstrumenten, und darüber  hinaus eventuell auch erstmals als Sänger involviert sein wird. Natürlich werden wir Ende dieses Monats auch über unser Billom-Projekt berichten.

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende und eine gute darauf folgende Woche zu wünschen

kreative Grüße,   und bis nächsten Freitag

Kirches-Ban.de

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06.07.20182018-11-30T20:59:58+02:00
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